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5 Gründe, warum du WhatsApp  löschen solltest

5 Gründe, warum du WhatsApp  löschen solltest

Der folgende Text ist von Sebastian Meineck  von 2020-09 VICE , ich habe ihn etwas gekürtzt und kommetiere dann unter dem Text.

www.vice.com/de/article/qj4qjd/whatsapp-datenschutz-warum-signal-threema-und-co-besser-sind

 

WhatsApp ist schlechter als sein Ruf. Der mit zwei Milliarden monatlichen Nutzerinnen und Nutzern populärste Messenger der Welt gilt als besonders sicher, weil er seit 2016 Nachrichten Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das stimmt auch soweit. Denn allein Ende-zu-Ende-Verschlüsselung macht es möglich, dass niemand außer dir und der empfangenden Person die verschickten Nachrichten lesen kann. Nicht einmal WhatsApp selbst. Jeder Messenger ohne dieses Niveau von Verschlüsselung ist wie Bergwandern mit Flip-Flops: mega dumm.
Ein guter Messenger ist WhatsApp trotzdem nicht. Bei genauem Hinsehen sind bei WhatsApp Privatsphäre und Datenschutz der Nutzerinnen dann doch nicht mehr so wichtig. Es gibt einige Gründe, die App der Firma Facebook vom Smartphone zu verbannen und durch eine Alternative zu ersetzen.

Erstens: WhatsApp will dein gesamtes Telefonbuch haben

Wenn du jemanden anschreiben möchtest, musst du WhatsApp zuerst dein Telefonbuch offenlegen. Die App greift ab dann automatisch auf die gespeicherten Namen und Telefonnummern zu – selbst wenn einige Kontakte davon gar kein WhatsApp haben. Wenn du also die Nummer deines Frauenarztes, deiner Urologin oder deines Dealers im Handy gespeichert hast, bekommt WhatsApp auch die zu sehen.
„Im Einklang mit geltenden Gesetzen stellst du uns regelmäßig die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern und anderen Kontakten in deinem Mobiltelefon-Adressbuch zur Verfügung“, heißt es in der Datenschutzerklärung. Es gibt eine laufende Debatte, ob das juristisch überhaupt erlaubt ist. Aus der Perspektive deiner Privatsphäre betrachtet ist es mindestens hochgradig daneben. Kaum etwas verrät mehr über einen Menschen, als mit wem er Kontakt hat. Aus den Telefonbüchern mehrerer WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer könnte man problemlos detaillierte Netzwerke erstellen. Nichts anderes tun Geheimdienste, wenn sie eine Zielperson ausspionieren.
Offiziell nutzt WhatsApp dein Telefonbuch, um dir anzuzeigen, welche deiner Kontakte ebenfalls WhatsApp nutzen. Das ist praktisch, lässt sich technisch aber auch anders lösen.
Der Messenger Signal hat zum Beispiel keinen Einblick in dein Telefonbuch. Stattdessen rechnet die App die Telefonnummern deiner Kontakte in einzigartige Zeichenwerte um, sogenannte Hashes. Signal kennt also nur die Hashes, nicht die echten Nummern. Wenn ein Hash bereits mit einem Signal-Nutzer verknüpft ist, erscheint er als verfügbarer Signal-Kontakt in deiner App.

Zweitens: WhatsApp trackt gierig, was du tust
WhatsApp weiß nicht, welche Inhalte du verschickst. Wie nett. Aber WhatsApp krallt sich so ziemlich alles andere, was eine Messaging-App so erfassen kann. Dazu gehört laut Datenschutzrichtlinie auch, „wie du mit anderen unter Nutzung unserer Dienste interagierst sowie Zeitpunkt, Häufigkeit und Dauer deiner Aktivitäten und Interaktionen“. In anderen Worten: WhatsApp weiß vielleicht nicht, was du mit deinem besten Freund und deiner Affäre besprichst, aber WhatsApp könnte wissen, dass du etwas besprichst.

Daten wie diese werden gerne als „Meta-Daten“ verharmlost. In gewisser Hinsicht sind sie aber die eigentlich wertvollen Daten. In seiner Autobiografie schreibt Edward Snowden: „Die unbequeme Wahrheit ist aber gerade, dass der Inhalt unserer Kommunikation nur selten so viel über uns verrät wie ihre anderen Elemente. Es sind die ungeschriebenen, unausgesprochenen Informationen, die den weiteren Kontext und unsere Verhaltensmuster offenbaren.

Drittens: WhatsApp könnte dich bei der Polizei verpetzen
WhatsApp ist kein Spionagewerkzeug der Polizei. Tech-Konzerne würden Shitstorms riskieren, wenn sie zu eng mit Behörden arbeiten. Trotzdem ist es unter bestimmten Umständen möglich, dass Ermittler bei WhatsApp Daten über dich anfragen. „Wir sind bereit, die Anfragen von Strafverfolgungsbehörden nach den geltenden Gesetzen und Richtlinien sorgfältig zu überprüfen, zu verifizieren und zu beantworten“, erklärt WhatsApp auf einer eigens eingerichteten Infoseite für Ermittler. Das ist nicht automatisch schlecht. Es gibt Verbrechen, die aufgeklärt werden sollen.
Andererseits: Keiner kann garantieren, dass die Polizei auch in ferner Zukunft immer noch als dein Freund und Helfer für einen demokratischen Rechtsstaat arbeitet. Oder dass der Datenschatz von WhatsApp niemals gehackt oder von einem schmierigen Angestellten durchwühlt wird.
Sicher vor Missbrauch sind allein Daten, die niemals erhoben wurden. Am besten sind datensparsame Messenger, die Meta-Daten, Kontakte und Ähnliches gar nicht erst erfassen.

Viertens: WhatsApp will dich überreden, deine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu brechen
„Datenschutz und Sicherheit sind in unseren Genen“, schreibt WhatsApp auf seiner Website. Wenn das so ist, hat WhatsApp offenbar einen Genfehler. Denn die App fragt dich ab und zu in Pop-up-Fenstern, ob du ein Back-up deiner Chatverläufe bei Google Drive oder in der iCloud speichern möchtest.
Was wie ein netter Service daherkommt, ist zugleich eine Falle: Das Back-up hievt deine Chatverläufe nämlich auf die Server von Apple oder Google, und zwar ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
„Mediendateien und Nachrichten sind nicht durch die WhatsApp-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, wenn sie auf Google Drive gespeichert sind“, heißt es auf einer FAQ-Seite von WhatsApp. Gleiches gilt für iCloud. Bergwandern mit Flip Flops!
Aber um mal eine Grundsatzfrage zu stellen: Wie wichtig können deine Chatverläufe vom vorletzten Monat überhaupt sein? Back-ups bedeuten immer das Risiko, dass am Ende doch jemand anderes deine Nachrichten ausschnüffeln könnte. Den besten Schutz davor bieten Nachrichten mit Selbstzerstörungs-Timer. Sie löschen sich nach einer festgelegten Zeit automatisch. WhatsApp bietet diese Funktion aktuell noch nicht. Wickr, Signal und Wire aber schon.

Fünftens: WhatsApp will seinen Code nicht herzeigen
WhatsApp möchte nicht offenbaren, wie genau es programmiert wurde. Das klingt eigentlich nach einer besonderen Sicherheitsmaßnahme, aber das Gegenteil ist der Fall. Am sichersten ist eine Software, wenn ihr Code öffentlich ist, damit ihn unabhängige Expertinnen genau auf Mängel und Hintertüren untersuchen können. Das nennt man open source.
Bessere WhatsApp-Alternativen sind zum Beispiel Telegram, Signal, Threema, Wickr und Wire.

****   Soweit der Text   aus  VICE

Was ist jetzt Joes Tip ?

Antwort:  Telegram fürs alltägliche, Signal für die die sind und sein wollen Wickr für privates.

Telegram wird oft in US freundlichen Medien schlecht geredet dabei ist eine geopolitische Perspektive neben der technischen sinvoll.  Da es absolute Sicherheit nicht gibt und Sicherheit immer zu lasten von „Einfach, Simpel und Praktisch“ geht geht es also um einen guten Kompromiss aus all diesem.
Wenn du also akzeptierst das immer ein Geheimdienst eine Regierung Zugriff auf einen bestimmten Teil von Metadaten hat dann stellt sich die Frage welche Regierung das sein soll.  In einer multipolaren Welt – die ich mir Wünsche – werde ich also meine daten etwas verteilen.  Etwas bei US Konzernen, Etwas bei Russland kontrolierten und etwas bei Chinesischen. Diese Anbieter können dann um guten Service und Sicherheit konkurieren – so mit hätten wir wieder Markt und Wettbewerb statt Tech giganten die klare Monopolstellung haben.

2021-01 schreibt telegram :  „Telegram hat nun 500 Millionen aktive Nutzer. ! In den letzten 72 Stunden gab es mehr als 25 Millionen Neuregistrierungen bei Telegram. “ Diese Anmeldewelle war begründet durch die änderungs der AGB bei Whatsapp. ( Facebook treibt die Vernetzung der Dienste wie WhatsApp und Instagram voran )
Sehr gut !  Wir sind nicht verheiratet mit einem Messanger. Baut ihr Scheiss sind wir weg !  das ist die Message.