Joes Projekt im Theravada-Kloster in Thailand
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t.me/joe_travel
Ich suchte etwa zehn Jahre lang nach einem Ort in Asien, an dem ich länger bleiben möchte. Im Dezember 2024 habe ich diesen Ort gefunden.
Nachdem ich lange versucht hatte, in Nepal ein Stück Land zu kaufen oder zu pachten, um darauf ein kleines Häuschen zu bauen, habe ich mich schließlich in Thailand umgeschaut. Der Prozess in Nepal dauerte mir zu lange, und ich habe erlebt, dass die Winter dort sehr kalt sind. Also erweiterte ich 2024 meine Suche auf Thailand – und dort ging es dann ganz schnell. Eigentlich hatte ich vor, zwei Monate lang zu suchen und hatte eine lange Liste mit Klöstern. Doch schon das erste hat mir so gut gefallen, dass ich direkt hier geblieben bin.
Im Kloster Wat Rom Phothi Tham, auch bekannt als „Rombodhidharma International Temple“
(maps.app.goo.gl/CHCQgDzykZco7c7r9 /
offizielle Website: rombodhidharma.com – derzeit offline
youtube.com/@rombosri – 6760 Abonnenten
youtube.com/@rombosrienglishchannel2872 – englisch)
traf ich einen Amerikaner, der anonym bleiben möchte. Er hat finanzielle Mittel und möchte hier gerne ein Haus bauen, hat aber selbst keine Zeit. Da ich in Deutschland als Bauleiter gearbeitet habe, passte alles perfekt zusammen: Er hat das Geld, und ich die Zeit. So habe ich hier einen unbezahlten Job als Bauleiter übernommen. Natürlich darf ich immer hier wohnen, wenn ich in Thailand bin. Er ist selbst nur selten hier.
Das Kloster ist relativ unbekannt – die Website ist offline, und wie ich höre, sogar mit Absicht. Was man mit etwas Recherche herausfinden kann:
Wat Rom Phothi Tham – Rombodhidharma International Temple befindet sich in einem kleinen Distrikt namens Nong Hin in der nordöstlichen Provinz Loei, Thailand. Der spirituelle Lehrer des Klosters ist der Ehrwürdige Luang Por Phosrisuriya Khemarato, der täglich Reflexionen über die edlen Wahrheiten gibt.
Im Kloster leben etwa 400 Mönche und 400 Nonnen, zusätzlich zu einigen Hundert Laien, die auf dem Gelände wohnen. Der Tempel heißt Besucher aus aller Welt willkommen.
Eindrücke vom Tempel:
Was ich bisher über die Dharma Talks des Lehrers hier – des spirituellen Oberhaupts des Klosters, des Ehrwürdigen Luang Por – erfahren habe, erinnert mich eher an Advaita Vedanta à la Ramana Maharshi als an klassisches Theravada.
Der Ort ist überraschend und faszinierend. Die gelbe Flagge des Klosters vereint Symbole aus dem Vajrayana und dem Theravada sowie ein Symbol für aufsteigende Energie. Ich hatte mich 2024 für Thailand und damit für Theravada entschieden – und mit dieser Entscheidung auch die Schattenseiten akzeptiert:
dass Theravada-Mönchen jegliche weltliche Arbeit untersagt ist – mit Ausnahme des Reinigens ihrer Kuti (kleine Mönchshütte).
Was ich in vielen Theravada-Klöstern beobachtet habe, ist, dass die Mönche oft kaum praktische Fähigkeiten in Handwerk, Medizin oder Landwirtschaft besitzen. Sie wirken auf mich in weltlichen Dingen erstaunlich ungebildet und wenig geschickt, ohne nennenswertes praktisches Wissen oder höhere Künste.
(Kleiner buddhistischer Exkurs: Das steht in starkem Kontrast zur Entwicklung in Japan. Klöster dort waren und sind nicht nur religiöse Zentren, sondern auch Stätten von Bildung und Technologie. Buddhistische Mönche sind in die Gesellschaft eingebunden und hatten Einfluss auf militärische, handwerkliche und wissenschaftliche Bereiche. Das zeigt, dass der weltliche Dilettantismus, den ich in vielen Theravada-Klöstern erlebt habe, keineswegs „buddhistisch“ sein muss.)
Hier im Rombodhidharma International Temple dürfen Mönche so viel arbeiten, wie sie wollen. Es gibt eine sehr ausgeklügelte Mülltrennung, und der Ort ist extrem sauber. Ein großer Garten wird ökologisch bewirtschaftet, und jeder, der mitarbeiten möchte, erhält Gemüse dafür. Sehr, sehr ungewöhnlich für ein Theravada-Kloster.
Chiang Mai war ursprünglich mein Ziel in Thailand, genauer gesagt die Region nördlich und westlich davon. Auch wenn die Landschaft dort sicher noch etwas reizvoller ist als die Gegend, in der ich mich derzeit befinde, habe ich mich entschieden, hier zu bleiben. Meine Suche nach einem Ort, der mich länger anzieht, hatte nie nur landschaftliche Gründe, sondern vor allem spirituell-buddhistische.
Nach einem kurzen 1:1-Gespräch mit dem Lehrer hier kann ich sagen: Ja, das passt.
Plötzlich geht hier etwas voran, was in Nepal lange feststeckte und sich weder vor- noch rückwärts bewegte. Jetzt kann ich meine Kenntnisse und meine Begeisterung fürs Bauen einbringen und darf im Gegenzug jederzeit Gast an diesem Ort sein, den ich unterstütze.
Das Kloster Rombodhidharma beeindruckt mich unter anderem mit einem eigenen Maschinenpark: zwei Schwerlastkräne, Bagger mit 30 und 15 Tonnen Gewicht, Planierraupen – hier ist alles vorhanden. Das Verladen und Bewegen von 12-Meter-Containern ist hier so selbstverständlich wie das Bewegen einer Europalette. In der Region baut man generell gerne mit Hochseecontainern.
Ihr merkt also: Ich bin nicht nur von der spirituellen Seite dieses Ortes begeistert, sondern auch von den praktischen Möglichkeiten, hier aktiv zu werden. Da ich hier ein laufendes Projekt beratend und durch meine Arbeit unterstützen kann, habe ich mich entschieden, hier eine Basis aufzubauen.
Das Bauprojekt, an dem ich gerade mitwirke, ist ein Haus aus zwei 12-Meter-Hochseecontainern, die mit einem Abstand von vier Metern aufgestellt und durch einen Innenhof sowie ein Solardach verbunden werden. Es entstehen vier Wohneinheiten und ein separates Gebäude für Bad und WC.
Aus Nepal bringe ich die Tradition mit, dass Dächer Orte sind, die vielseitig genutzt werden – etwa zum Kräuter- oder Wäschetrocknen, als Café-Terrasse oder als Mini-Garten. Daher werden die Container nicht, wie hier üblich, mit einem Blechdach versehen, sondern erhalten ein gefliestes Betondach mit Brüstungsgeländer.
Es geht los!

Soweit Bilder von der Baustelle – nun mal ein paar Bilder vom Kloster und der Umgebung

Die 2 Kontainer kommen

Wer das Projekt – in dem vier kleine Wohnungen entstehen, die Gästen des Klosters offenstehen – unterstützen möchte, kann mich gerne nach der Kontoverbindung fragen.
Kontakt: Telegram @joe_schraube





