jabber für alle

Eines für alle sollte der Standard „XMPP“ werden – Google gehörte zu den Unterstützern,

Nun zieht der Konzern den Stecker und setzt auf seine proprietären “Hangouts”. Von Telefonen sind wir Interoperabilität gewohnt. Wir wählen eine Nummer und irgendwo anders, bei einem anderen Provider, in einem anderen Land und sogar auf der anderen Seite der Erde klingelt ein Telefon. Man stelle sich vor, E-Plus-Kunden könnten nur mit E-Plus-Kunden kommunizieren oder Siemens-Telefone nur mit anderen Telefonen des gleichen Herstellers – unvorstellbar. Doch im Bereich Internetkommunikation ist das der Normalfall: Skype-Nutzer können nur mit Skype-Nutzern kommunizieren, Facebook-Nutzer nur mit Facebook-Nutzern und ICQ-Nutzer nur mit ICQ-Nutzern. Mit diesem Zustand wollte Google 2005 eigentlich ein Ende machen. Für seine eigene Chat-Plattform “Google Talk” führte der Konzern die Unterstützung des Protokolls XMPP – bekannter unter dem Namen “Jabber” – ein. Der Clou: Dank der dezentralen Natur der Technik konnte im Prinzip jeder Chatanbieter seine Nutzer mit den Google-Nutzern verbinden. Google trieb die Entwicklung voran Google war nicht nur prominenter Nutzer des Protokolls, sondern entwickelte es auch aktiv weiter. Nach und nach kamen verschiedene neue Komponenten hinzu. So wurde aus dem eher textbasierten Chatprotokoll eine Plattform, die auch Telefonie und Videokommunikation relativ komfortabel ermöglichte. Echtzeit-Kommunikation, so universell wie die E-Mail. Im Prinzip. Doch die Unterstützung in der Branche war gering. Anbieter wie Skype oder AOL öffneten ihre Chats nicht für die neue Freiheit des Kommunizierens. “Nach sieben Jahren ist es offensichtlich, dass der Rest der Industrie nicht zu dem offenen System wechselt”, erklärt eine Google-Sprecherin gegenüber dem US-Blog Techworld. Die Folge: Mit dem neusten Update seiner Chat-Software schneidet Google seine Nutzer wieder von den Nutzern anderer Dienste ab und konzentriert sich ganz auf die eigene Technik namens “Hangout”. Und die ist exklusiv für Google-Nutzer. “Ein Schritt zurück” Kritik dafür gibt es zum Beispiel von Parker Higgins von der Electronic Frontier Foundation: “Für viele Nutzer ist dies ein Schritt zurück.” Er kritisiert, dass mit der Hinwendung zu Googles proprietären Protokoll zum Beispiel das Verschlüsseln von Chats wieder sehr schwer wird – Googles eigenes Chat-Programm bietet keine Funktion dafür. Zudem stehe der Schritt Googles erklärtem Ziel entgegen, Informationen zugänglich für alle zu machen. “Wir sind frustriert und enttäuscht, dass Google diese Mission nicht weiter verfolgt”, schreibt Higgins. Doch XMPP ist nicht tot. So benutzen viele Dienste wie Facebook Chat oder Whatsapp das Kommunikationsprotokoll weiterhin – allerdings haben diese Anbieter die Kommunikation mit anderen Diensten deaktiviert. Um weiter unabhängig kommunizieren zu können, können Nutzer in Deutschland aber zum Beispiel auf den Chat-Server des Chaos Computer Clubs zugreifen, der einen kostenlosen XMPP-Dienst anbietet.  Man kann ein Chat-Programm seiner Wahl und auch Zusatzfunktionen wie Verschlüsselung nutzen (eine genaue Anleitung zur Funktionsweise und Nutzung gibt es u.a. auf jabber.de).

Sich einen Jabber app auf dem Laptop oder im Telefon zu installieren ist super einfach, wir müssen es nur tun.

Ich verweigere aus dem Grund zunehmend über Facebook oder Google errreichbar zu sein. Das Progamm https://www.pidgin.im/ installieren  ( Ubuntuuser findes es im Softwarecenter unter pidgin ) Um sich einen Neuen account bei jabber.ccc.de anzulegen XMPP oben auswählen , den gewünschten Usernamen und  bei domain jabber.cc.de eintragen : (alles andere frei lasse kommt später ) bei create account einne Haken setzen.  (unen links ) jabber-1   Die Spamschutz antwort (captcha)  wird als link dargestellt in den Browser copieren und die 6 Zahlen eintragen   jabber-3   Wenn der Name schon weg ist kommt : jabber-5-name-schon-weg